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Das ABC der GGB: Worauf es ankommt
Frank, Du bist Krankenpfleger und arbeitest in einer teilprivatisierten Klinik. Warum hast Du Dich in der Gewerkschaft Gesundheitsberufe Hannover (GGB) organisiert und nicht in einer anderen Gewerkschaft, etwa der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di?
Das ist eine längere Geschichte. Früher war ich in der ÖTV, einem der Vorläufer von ver.di. Etwa ein Jahr nach ihrem Zusammenschluss mit anderen zu ver.di bin ich dann ausgetreten. In den ca. drei Jahren habe ich immer wieder die Erfahrung machen müssen, dass das nichts mit dem zu tun hat, was ich mir immer unter aktiver Gewerkschaftsarbeit vorgestellt habe.
Welche Vorstellungen verbindest Du denn mit „Gewerkschaft“? (mehr…)
Kategorien: Länderberichte
Im April diesen Jahres haben wir euch vom ersten bundesweiten Scheißstreik in Deutschland berichtet. Die Direkte Aktion (DA) reflektiert in ihrer neuen Ausgabe über den weiteren Verlauf dieser Aktion.
Über Scheiße spricht man nicht. Über die Arbeitsbedingungen in der Behindertenassistenz, wo Löhne um die 6,50 Euro netto, befristete Arbeitsverträge oder die Nichtexistenz von Nachtzuschlägen zum Standard gehören, spricht man auch nicht. Um das zu ändern, haben Berliner AssistentInnen im April dieses Jahres mit dem Scheißstreik eine öffentliche Aktion gestartet, die auf ihre prekäre Lage hinweist. (mehr…)
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Die diakonischen Einrichtungen wollen sich im Gesundheits-, Therapie- und Pflegebereich durch Billiglöhne Wettbewerbsvorteile schaffen. Gleichzeitig verweigern sie den ArbeiterInnen das Grundrecht auf Streik. Trotz Druck und Einschüchterungen streikten mehrere Hundert Diakonieangestellte und gingen auf die Straße. Auch die FAU – Bielefeld ist dabei und hat eine Sonderseite eingerichtet.
weitere Infos:
- LabourNet Germany
- Streik TV
- ZDF / Frontal 21
Kategorien: Betriebsinfo · Länderberichte
HIER DER AUFRUF DER INITIATOR_INNEN:
Für das Geld machen wir den Scheiss nicht mehr… weg!!!
Als Beschäftigte im Bereich der ambulanten Pflege und persönlichen Assistenz von Behinderten haben wir genug von ständigen Lohnabsenkungen, Reallohnverlusten und immer katastrophaleren Arbeitsbedingungen. Es reicht!
Gegen die anhaltende Abwertung unserer Arbeit wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Deshalb rufen wir alle in diesem Sektor Beschäftigten dazu auf:
Beteiligt Euch am SCHEISS-STREIK I
>>> Aktionszeitraum 27. April bis 27. Mai 2009 >>>
Wir werden den täglich anfallenden Scheiß nicht mehr einfach still schweigend entsorgen, sondern den Scheißefluss unmittelbar zu all den Akteuren umleiten, die für die zunehmend beschissenen Arbeitsbedingungen in diesem Sektor verantwortlich sind. Aus diesem Grund versenden wir vom 27. April 2009 einen Monat lang mit Scheiße befüllte Kotröhrchen an unterschiedliche private und gemeinnützige Pflegedienstanbieter, an die paritätischen Wohlfahrtsverbände, politischen Entscheidungsträger, Zeitarbeitsfirmen, Vermittler von ausländischen Billigpflegekräften und alle anderen, die als einzigartiges Interessenskartell dafür sorgen, den gesamten Pflegebereich in den Niedriglohnsektor zu drücken.
Mehr Informationen: Jenseits des Helfersyndroms
supported by:
Sektion Sozialwesen in der FAU Berlin
Betriebsgruppe ambulante dienste e.V. in der FAU Berlin
www.fau.org
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Kategorien: Aktuelles · Länderberichte · Methoden
Mit Tag(s) versehen: Arbeitsbedingungen, Gesundheitswesen, persönliche Assistenz, Pflegedienst, Soziale Arbeit, Streik
Hier ein Bericht der Karakok Autonome Turkei-Schweiz:

Aufgrund der geplanten neuen Labortarife streikten gestern, am 1. April, Tausende von HausärztInnen und schlossen ihre Praxen. HausärztInnen, Medizinische PraxisassistentInnen, MedizinstudentInnen, die VUA (Vereinigung unabhängiger Ärztinnen und Ärzte) und desweiteren die Karakök Autonome tr/ch sowie die Künstlerpartei gingen auf die Strasse, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Gefordert wurde nebst dem Rückzug der geplanten Revision ein Rücktritt von Gesundheitsminister Couchepin. Als weitere Protestaktion weigern sich die ÄrztInnen bis auf weiteres, Todesbescheinigungen auszustellen. Weitere Proteste und Massnahmen sind in Planung, sollte das Bundesamt für Gesunheitswesen nicht auf die Forderungen der ÄrztInnen eingehen.
Neu sollen die Labortarife für Hausarztpraxen gesenkt werden: im Klartext heisst das, dass die Krankenkassen den ÄrztInnen weniger für Laborleistungen zahlen und dass sich viele HausärztInnen dadurch eine eigene Diagnostik (beispielsweise Untersuchungen von Blut, Urin, Krankheitserregern) nicht mehr werden leisten können und die Proben an externe Grosslabors werden schicken müssen. Unter einer fehlenden Sofortdiagnostik leiden aber nicht nur die HausärztInnen, sondern auch die PatientInnen.
Nein zur zunehmenden Privatisierung des Gesunheitswesens und zur Zweiklassenmedizin!
Nein zu kapitalistisch orientierten Krankenkassen!
Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Existenzbedürfnis!
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“Dear fellows of the General Assembly of Insurgent Workers!
With this message we want to express our solidarity with your occupation of the Building of the GSEE! Your self organized struggle against the capitalist and state forces is a great inspiration for us and self organized workers world wide. Considering the global economic crisis and its particular local aspects, you took action at a time when it was definitely necessary. We hope your struggle continues and will be successful, like we hope self organized workers will follow your example worldwide as well!
anarcho-syndicalist greetings,
LISA-FAS (Vienna, Austria)
Liberterian initiative of workers in the social industry (LISA)
Part of the Federation of Workers Syndicates (FAS)
www.lisasyndikat.wordpress.com”
An die Vollversammlung der aufständischen ArbeiterInnen!
Mit dieser Botschaft wollen wir unsere Solidarität mit eurer Besetzung der GSEE Zentrale bekunden! Euer selbstorganisierter Kampf gegen die staatliche und die kapitalistische Gewalt ist eine große Inspiration für uns, sowie für selbst organisierte ArbeiterInnen weltweit. In Anbetracht der globalen ökonomischen Krise und ihrer lokalen Auswirkungen habt ihr getan, was definitiv notwendig war und ist! Wir hoffen, dass Ihr euren Kampf weiterführt und dass Ihr Erfolg haben werdet. Gleichzeitig hoffen wir, dass selbstorganisierte ArbeiterInnen eurem Beispiel weltweit folgen!

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Während meines Auslandsstudienjahres an der „Universidade Federal do Rio de Janeiro“ genauer an der der „Escola de Serviço Social“ überraschte mich die progressive Ausrichtung des Studiengangs und ich begann darüber zu grübeln was wir uns in Österreich von diesen Ideen abschauen könnten. Nach einem kurzen geschichtlichen Abriss zur Sozialarbeit in Brasilien möchte ich dies hiermit tun.
In Brasilien entsteht die Sozialarbeit in den 30´ger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ähnlich wie in vielen Ländern ist die Sozialarbeit auch in Brasilien eine Antwort der herrschenden Klasse auf ein wachsendes und sich vermehrt organisierendes Industrieproletariat. Unter der Diktatur des Präsidenten Vargas wird in diesem Zeitraum versucht einen nationalen Industriepark zu errichten um nicht von Importen abhängig zu sein. Vargas ist der Repräsentant eines an die Macht gekommenen Industriekapitals, das sich ab der Weltwirtschaftskrise 1929 gegenüber den Kaffebaronen als dominante Klasse konstituiert. Als Repräsentant dieses neuen Bürgertums ist Vargas bekannt für seinen harten Kurs gegenüber Gewerkschaften und Organisationen des Proletariats im Allgemeinen. (mehr…)
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Hier mal einen link zu einem Text der le Monde diplomatique. Es handelt sich hierbei um einen Versuch die aktuelle Entwicklung der Selbstverwaltung von ArbeiterInnen in verschiedenen europäischen Ländern zu beleuchten. Auch wenn nicht alle Beispiele dem entsprechen, was wir erreichen wollen, handelt es sich dennoch um einen interessanten Beitrag, der der hiesigen Selbstentmündigung vieler ArbeiterInnen („des funktioniert ja eh nit“) selbstbestimmte Modelle gegenüberstellet. (göf)
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Am 3. Dezember 2007 erreichte uns ein Gratulationsschreiben von unseren GenossInnen der CNT-AIT (anarchosyndikalistische Gewerkschaft in Frankreich) zur Gründung unserer Föderation. Dem Schreiben war ein kritischer Text im Bezug auf soziale Arbeit hinzugefügt, den wir euch nicht vorenthalten wollen. Hier nun die Übersetzung, den Originaltext haben wir als Kommentar hinzugefügt. Wir gehen natürlich davon aus, dass unsere GenossInnen, obwohl kein „-Innen“ verwendet wird, beiderlei Geschlecht ansprechen.

Sozialarbeiter
Personen in prekären Arbeitsverhältnissen im Dienste des Prekariats
Die Ambivalenz der Funktion des Sozialarbeiters ist bekannt. Zuständig den am meisten Ausgebeuteten und Ärmsten zu helfen, ist der Sozialarbeiter gleichzeitig eines der Instrumente für den sozialen Frieden, eine notwendige Vorraussetzung für das gute Funktionieren dieser Ausbeutungs- und Profitgesellschaft. Da er täglich diese schizophrene Situation erlebt, ist er dauernd dem Zynismus der Macht ausgesetzt und mit der Not der benachteiligten, verarmten und ausgestoßenen Bevölkerungsschichten konfrontiert. (mehr…)
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