Archiv der Kategorie: Pflege

Teil eines theoretischen Kollektivs?

Ein E-Mail-Interview mit Veronika Merklein und Jürgen Dedinszky zu Arbeitsverhältnissen im Bereich der Persönlichen Assistenz.

Am Di, 14. Juni 2011 eröffnet in der Wiener Galerie der IG Bildende Kunst die Ausstellung „Jenseits des Helfersyndroms III“, die sich der gesellschaftlichen Anerkennung von Pflegeberufen und Assistenz für Personen mit Behinderungen widmet. Entstanden ist das Ausstellungsprojekt im Rahmen des ersten deutschlandweiten „Scheiß-Streiks“, zu dem Beschäftigte des Berliner Trägervereins „ambulante dienste e.V.“ im September 2009 aufgerufen hatten (vgl. MALMOE #46). Der Streik ist bis heute eine der wenigen öffentlichkeitswirksamen Protestaktionen gegen Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen im Pflegebereich. Weiterlesen

Sanitäter_innen im Hungerstreik

Warschau – Aus Protest gegen die Flexibilisierung im Gesundheitswesen sind polnische Sanitäter_innen in einen Hungerstreik getreten. An der unbefristeten Protestaktion beteiligten sich am Dienstag im Parlamentsgebäude in Warschau fünf MitarbeiterInnen der Krankenschwestern- und Hebammen-Gewerkschaft OZZPiP. Zuvor hatten etwa ein Duzend Sanitäterinnen einen Raum im Parlament besetzt. Sie fordern die Rücknahme eines Gesetzes, das vergangenen Freitag im polnischen Parlament beschlossen wurde.

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Wiener Hauskrankenpflege insolvent

Die 231 Mitarbeiter der Hauskrankenpflege betreuen in Wien 650 Personen, somit ist der Verein der viertgrößte Hauskrankenpflege-Anbieter in Wien. Dieser Verein ist nun pleite, was auch bedeutet, dass die dort beschäftigten Kolleg_innen kein Weihnachtsgeld bekommen und ihr Gehalt vorerst aus dem Insolvenzausgleichsfonds beglichen wird. Ihre weitere Zukunft und die zukünftige Betreuung der von ihnen betreuten Menschen ist ungewiss. Der Grund: Nachdem der FSW und die Geschäftsführung des WHS offensichtlich nicht übereingekommen sind, hat der FSW seine finanziellen Muskeln spielen lassen und hat die Insolvenz mutwillig herbeigeführt. Weiterlesen

Protest der Sanitäter_innen in Starachowice / Polen

Die dortigen Arbeiter_innen protestieren gegen die Auslagerung ihrenr Arbeitsplätze. Ein Bericht von libcom.org vom 20. Oktober 2010.

Eine Gruppe von Pfleger_innen des Spitals in Starachowice  protestiert seit einer Woche gegen die Pläne, ihre Arbeitsplätze an eine private Firma auszugliedern . Etwa 30 Menschen haben sich an den Protesten beteiligt, was das tragen von schwarzen Hemden während der Arbeit, das Blockieren der Büros des Spitalsdirektors, Freistellung von der Arbeit, um zu protestieren und die Abhaltung von Hungerstreiks beinhaltet. Weiterlesen

Hände weg vom Pflegegeld

Wir lassen uns ein selbstbestimmtes Leben nicht nehmen!  – Aufruf zur Beteiligung an einer Onlinepetition

Um das Budgetdefizit einzudämmen, sieht sich die die österreichische Bundesregierung veranlasst ein „Sparpaket” zu Lasten pflegebedürftiger Menschen zu schnüren: Beim Pflegegeld sollen 80 Millionen Euro eingespart werden. Anders ausgedrückt: Pflegebedürftige Menschen haben in Zukunft noch weniger Geld zur Bestreitung ihres Alltages. Bis jetzt wird von Regierungsseite jedoch noch nichts Konkretes verlautbart; erst nach den Wahlen kann erwartet werden, dass die ganze Wahrheit über die Einsparungen beim Pflegegeld veröffentlicht wird.  Weiterlesen

Machtkampf beim Wr. Hilfswerk

Wenn die Basis was tun will, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Geschäftsfühererin abgesägt – “Schauprozess” beim Wiener Hilfswerk, so titelte derStandard am 9.9.2010 in seiner Onlineausgabe.  In einer spontan eiberufenen Vorstandssitzung wurde die bisherige Geschäftsfühererin, U. Weber-Hejtmanek, (anscheinend ohne Anhörung ihrer Person) auf Initiative der Hilfswerk-Präsidentin, ÖVP-Gemeinderätin und ÖVP-Behindertensprecherin, K. Praniess-Kastner, abgesetzt. Als Grund wird ein “Vertrauensverlust zwischen der Präsidentin und der Geschäftsführerin” genannt. Was sich wirklich alles abgespielt hat kann jedoch nur vermutet werden. Weiterlesen

Weit weg …

… von der Basis ist die Führung, und oft sogar die Personalvertretung. Ein Bericht der KIV zu den Arbeitsbedingungen in den Wr. Geriatriezentren.

Behandlung der Bediensteten

Von denen, die mit den BewohnerInnen der Geriatriezentren arbeiten, wird menschliches Handeln selbstverständlich gefordert.

Allerdings: der Fisch beginnt am Kopf zu stinken, eine menschliche Behandlung der Bediensteten ist nicht überall üblich. Froh sein, dass der Arbeitsplatz erhalten bleibt, das ist angesagt! Und still sein, natürlich. Weiterlesen

Die Ausweitung des Scheiß-Streiks

Interview mit dem LISA-Syndikat über Prekarisierung im Sozial- und Gesundheitsbereich

LISA, eine anarcho-syndikalistische Initiative kämpft gegen Prekarisierung im Sozial- und Gesundheitsbereich. Anlässlich einer von LISA mitorganisierten Demonstration zu den laufenden Kollektivvertragsverhandlungen in dem Bereich stellte MALMOE ein paar Grundsatzfragen. Weiterlesen

Aktiv gegen scheiß’ Zustände. Was wurde aus dem Scheißstreik?

scheißstreikIm April diesen Jahres haben wir euch vom ersten bundesweiten Scheißstreik in Deutschland berichtet. Die Direkte Aktion (DA) reflektiert in ihrer neuen Ausgabe über den weiteren Verlauf dieser Aktion.

Über Scheiße spricht man nicht. Über die Arbeitsbedingungen in der Behindertenassistenz, wo Löhne um die 6,50 Euro netto, befristete Arbeitsverträge oder die Nichtexistenz von Nachtzuschlägen zum Standard gehören, spricht man auch nicht. Um das zu ändern, haben Berliner AssistentInnen im April dieses Jahres mit dem Scheißstreik eine öffentliche Aktion gestartet, die auf ihre prekäre Lage hinweist. Weiterlesen

FSW diktiert Bürokratisierung

FSW Wie der Augustin (Ausgabe Nr.256) berichtet ist der Fonds Soziales Wien (FSW) dabei die Beratungszentren für Pflege und Betreuung in eine GmbH auszulagern. Die Soziale Arbeit soll, nach den Vorstellungen des FSW, personell in eine Bedarfserhebung und in einen Durchführungsanteil aufgesplittet werden. Bisher gute und unbürokratische Beziehungs- und Einzellfallarbeit wird somit durch eine Zuständigkeitenreglementierung verunmöglicht. Dass dadurch nicht nur den KlientInnen der Zugang zu sozialen Leistungen erheblich erschwert wird, sondern auch gegen jegliche sozialarbeiterische Logik gehandelt wird, scheint diesem Finazverwalter egal zu sein. Es zeigt sich hierbei wieder mal eine Mentalität a la wer´s Geld hat schafft an. Und weil sich die SozialmanagerInnen da oben wohl nicht so recht auskennen wird das alles durch einen bürokratischen Apparat gezügelt und kontrolliert. Dass durch Bürokratie die geplante Geldeinsparung kommt, soll aber bitte nur die Chefetage des FSW glauben.

Sobald online linken wir zu dem betreffenden Artikel, inzwischen (und natürlich auch sonst) raten wir euch den Augustin zu kaufen.