LISA-FAS Libertäre Initiative Sozial Arbeitender (WIEN)

SOLIDARITÄT!

SOLIDARITÄT mit Adrien (CNT-AIT) aus Paris!

SOLIDARITAT MIT DEN GENOSS-INNEN BEI “MULTI - BEHR” (CNT Barcelona)

solidarität mit allen gefangenen

Diese Nachricht hat LISA per mail erreicht. Was uns mit dieser verbindet ist, ist dass auch wir Haft kritisch gegenüber stehen. Deswegen haben wir es als wichtig empfunden, euch diese Kampagne zugänglich zu machen, wenngleich Einzelne aus unserem Syndikat dem Text und der Kampagne ebenso kritisch gegenüberstehen.

Kampf gegen Lebenslänglich in Italien
Article
Date
5.12.2007., 13:30

1. Zu lebenslänglich Verurteilte Gefangene in Italien sind
entschlossen, am 01. Dez. einen Hungerstreik bis zum Tod zu beginnen
- 2.Lebenslang -la pena perpetua- verhängt auch der spanische Staat,
verdeckt und nicht eben demokratisch, wider seine “inneren Todfeinde”

HUNGERSTREIK IN ITALIEN GEGEN LEBENSLÄNGLICH
Aus der spanischen Pro-Gefangenenzeitung Tokata y Fuga
16.11.07
“Zu lebenslanger Haftstrafe Verurteilte schlagen direkt und spontan
vor, am 01. Dezember 2007 einen Hungerstreik zu beginnen, an dem sich
zahlreiche Gefangene beteiligen werden, um die Beendigung der
“niemals endenden Strafe” zu erreichen”.
Im Moment haben diesem Vorschlag ca. 700 der zu lebenslang
Verurteilten zugestimmt sowie 4200 Personen aus dem Umkreis der
übrigen Gefangenen, Angehörigen, Freunde und anderen Solidarischen im
Allgmeinen. Unter den Inhaftierten, die ihre Teilnahme angekündigt
haben, ist ausserdem eine gewisse Anzahl, die erklärt haben, dass sie
den Streik nicht eher abbrechen werden, bis ihre Forderung erfüllt
sind und dass sie ihn, wenn nötig, bis zum Tod aufrechterhalten
wollen”.
Cassa Anarchica di Solidarietà Anticarceraria. Napoli. Italia.
http://www.klinamen.org/article3336.html
Dem Anti-Gefängniskampf verschriebene Kollektive und Einzelpersonen
aus Katalonien erklären ihre Unterstützung und Solidarität mit dieser
extremen Entscheidung.
¡Kraft für die Gefangenen im Kampf!

ZU LEBENSLANG VERURTEILTE IM KAMPF

Der 01. Dezember, das Datum, an dem der Hungerstreik für die
Beendigung der versklavenden Strafe, beginnen soll, rückt immer
näher. Wir fasten und Einige von uns werden auf´s Ganze gehen, denn
das Lebenslänglich/die Versklavung funktioniert nicht und taugt nicht
zur Abschreckung; sie nährt das Böse und ist ungerecht! Wenn es in
einem Land zuviel Kriminalität gibt, dann liegt die Schuld hierfür
oft beim Staat und nicht bei den Kriminellen. Das trifft in den
meisten der Fälle zu.
Gegenwärtig kann sogar sein, dass sie noch zunehmen werden: Es ist
die Periode der verstärkten Bekämpfung von ImmigrantInnen,-und
Armutskriminalität. Aber was haben wir zu verlieren? Möglicherweise
werden wir nicht viel erreichen, aber die Männer und Frauen, die
kämpfen, siegen immer, auch wenn sie verlieren. Wer zu lebenslänglich
verurteilt ist, kann die Hoffnung verlieren, und viele haben sie
verloren; aber viele andere werden niemals die Kraft verlieren, zu
kämpfen.
In dieser Zeitphase hat sich unter den lebenslänglich Verurteilten
das Blatt gewendet; wir sind nicht mehr die schweigenden KomplizInnen
unserer BewacherInnen und die Passiven. Viele von uns sind seit 20
oder 30 Jahren eingesperrt, ohne einmal draussen gewesen zu sein. Die
Zeit vergeht; um die ersten Jahre im Gefängnis macht du nicht viel
Aushebens; du denkst, dass immer noch genug Zeit bleibt. Jetzt wachen
wir auf, weil wir sehen, das wir keine Zeit mehr haben. Das Einzige
was wir wollen, ist das hier in die Tat umsetzen, mit unseren eigenen
Kräften, unseren Hoffnungen und deshalb sind Einige von uns
entschlossen, an Hunger zu sterben.
Der Kampf hält uns jung und lebendig; wir sind es müde,
dahinzuvegetrieren, ohne etwas zu tun. Wir wollen einfach nur wissen,
wann unsere Strafe zu Ende sein wird. Wir akzeptieren die Verkündung
der Strafe, aber das genügt uns nicht. Wir fordern ebenso genau zu
erfahren, wann sie endet. Wir Lebenslänglichen wollen ausserdem einen
Kalender in unserer Zelle haben können, um die verstreichenden Tage,
Monate und Jahre mit einem Kreuz zu markieren. Man kann nicht ewig
zur Verwantwortung gezogen werden: Alles muss einen Anfang und ein
Ende haben.
Das Gesetz folgt der griechische Nomographie: Verbreiten, anordnen
und messen… aber wie kann Lebenslänglich bemessen werden? Es hat
keinerlei Funktion, sondern es ist die Rache der Mächtigen, der
Sieger, der Masse. Eigentlich ist auch die Mehrheit der
PolitikerInnen dieses Landes gegen die Anwendung, aber die Geschichte
ist voll von Mehrheiten die sich widersprechen. Viele zu sein,
bedeutet nicht automatisch, auch recht zu haben. Die zu lebenlänglich
Verurteilen denken: Wenn wir so weiter machen, ohne etwas zu tun,
wenn wir immer nur weiter essen, werden wir niemehr eine Zukunft
haben. Sie denken, dass sie nicht mehr wissen, wer sie sind, noch wo
sie sind und wohin sie gehen werden. Sie haben kein Morgen; sie haben
nur eine Vergangenheit, die nicht vergeht und sie verbringen ihre
Zeit mit dem Tod, um…zu sterben.
Die zu lebenlänglich Verurteilen schrieben:
- Jetzt liegt die Schwierigkeit vor uns, dem Teufel zu beweisen, dass
unser Engagement und die Leiden, die uns erwarten, in irgendeiner
Weise rekompensiert werden. Kannst du dir vorstellen, was in diesem
Scheissland ausbrechen würde, wenn alle Lebenslänglichen gemeinsam
mit uns, in den unbefristeten Hungerstreik treten würden? Verfluchte
Hohlköpfe, das ist eine mehr als einmalige Gelegenheit, um letztlich
etwas Konkretes zu erreichen und stattdessen denken Viele an sich
selbst; daran dass ihre physische Integrität unbrauchbar werden
könnte. Aber wenn man diese Zeit betrachtet, ist es einfach sich
vorzustellen, dass es für uns bei uns bei diesem System am
wahrscheinlichsten sein wird, dass man uns von einer Zelle aus Eisen
automatisch in eine hölzerne sperren wird.
-Für Lebenslängliche existiert nicht DIE Hoffnung; die einzige
Hoffnung für uns ist der Kampf.
-Stell´dir vor…, wenn es gut läuft und wir an Hunger sterben… wie
die übrigen Inhaftierten sich ärgern werden, wenn sie sehen, dass wir
vor ihnen herausgekommen. Allen viel Glück.
-Wer ein Delikt begangen hat, soll sich nicht allzulange im Sumpf
eines Gefängnisses erschöpfen, bis er/sie keine Kraft mehr übrig hat,
sondern aufsteh`n.
Gefängnis von Spoleto, Carmelo Musumeci; November 2007

Gabriel Pombo da Silva ( spanischer Anarchist, inhaftiert in der JVA
Aachen, Deutschland, siehe: www.escapeintorebellion.info) schrieb
hiezu:
“Man muss tun, was getan werden muss: Mit Mut, Gefühl und
Verstand…wenn wir nicht heute damit anfangen, das lebendig zu
machen, was unser Gewissen und unser Herz uns sagen, wann werden wir
es dann tun? Wenn wir nicht heute anfangen, frei zu sein, von welcher
Freiheit können wir dann reden?… Wenn wir nicht heute für uns
selbst kämpfen und für alle, die sich in ähnlichen Situationen wie
der unsrigen befinden, können wir niemals von Liebe, Leben oder
Freiheit sprechen, ohne uns in unserem Innersten genauso zynisch und
miserabel zu fühlen, wie diejenigen es sind, die uns unterdrücken…

(mehr Infos auf Spanisch)
Asamblea de Apoyo a Presxs de Barcelona
www.cnt.es/cornella
comissiopropresxscnt@moviments.net
(Quelle: http://carteleralibertaria.org/articulo.php?p=2802&more=1&c=1 )

zur Zeit befinden sind es schon 9000 Menschen die diese Kampagne
unterstützen. (mehr dazu steht auf www.klinamen.org)

Solidarität mit der französischen CNT-PTT am 23.10.2007!

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