LISA und ihr tägliches Einerlei im Sozial(Un)wesen

Lisa, wohnhaft in Wien, hat keine Haustiere, ihre Ausbildung abgeschlossen, ihr Konto überzogen und ist nebenbei unglücklich verliebt. Aber das tut eigentlich nichts zur Sache, denn sie wollte ja immer schon etwas sinnvolles tun…
Herr und Frau Klient sind nicht die Gewinner in unserer Gesellschaft, obwohl sie keine Spieler sind. Und wenn mensch nicht auf der Gewinnerseite ist, dann geben die Gewinner meist nichts vom Gewinn an die anderen weiter. Die Gewinner schauen lieber darauf, dass sie unter sich bleiben. Damit der Gewinn weiter wachsen kann. Die anderen gehen eher zu Lisa.
Lisa arbeitet in der sozialen Arbeit für den Verein „Sozial und Mensch“ und sie kann das ganz gut. Das kann und muss sie auch beweisen. Sie führt alle möglichen Listen, in die sie reinschreibt, wie sie produktive Menschen produziert. Sie braucht das nicht, aber das ist ihr Auftrag. Weil mit den Listen kann ihr Chef, Herr Gut-Freund, dann zu den Institutionen, die Geld haben, hingehen und zeigen wie gut sein Verein seine Arbeit macht und dafür bekommt er dann Geld. Lisa kennt sich gut aus mit ihrer Arbeit und denkt nicht, dass man ihren Job in solchen zeitraubenden Listen beschreiben kann. Aber es ist ihr Auftrag. Sie hat viele andere Aufträge auch noch. Die kommen von der Projektleiterin, dem Chef und der Gesellschaft. So nennt sich dann die Politik in diesem Fall. Von den KlientInnen kommen auch Aufträge, aber die Aufträge von denen sind nicht so verpflichtend. Sie selbst kann sich eigentlich keinen Auftrag geben. Das sagt auch ihre Ausbildung: Mandat gibt es nur ein Doppeltes und kein Dreifaches.

Lisa hat ein Team. Das sind ihre KollegInnen. Die sind sehr sozialkritisch und kämpfen dafür, dass Herr und Frau Klient auch mal ein wenig zu den Gewinnern gehören. Sie sitzen einmal in der Woche zusammen und beschließen die Sachen, die im Arbeitsalltag so anfallen. Jetzt denkt sich Lisa, da könnte sie ja mal besprechen, ob sie zum Beispiel die Überstunden nicht weglassen kann. Da eh schon lange noch einE neueR KollegIn dazukommen sollte und sie selbst auch immer müde nach Hause geht. Das finden aber einige KollegInnen als gar nicht sozial. Besonders Frau Gabi, die Projektleiterin.

Frau Gabi hat nichts gegen Arbeitsrechte und deswegen soll Lisa ans Team und die KlientInnen denken. Weil da eh schon genug zu tun ist. Jemanden Neuen einstellen; das geht nicht, weil’s zu teuer ist. Sie sollte sich mal auch in den Träger versetzen, so wie Frau Gabi. Die leitet das Projekt für den Träger und das 60 Stunden in der Woche und mehr. Meist muss sie schauen, dass alles am laufen ist und das ist ein harter Job – aber für die gute Sache. Was ändern, das tut der Träger. Und das ist schon schwer genug zu koordinieren. Lisa kann gern darüber diskutieren, aber ändern soll sie lieber ihren Arbeitsablauf. Der Träger managet den Verein, Frau Gabi den Dienstplan und Lisa ihre Zeit.

Der Träger, der Verein „Sozial und Mensch“, ist verkörpert durch Herrn Gut-Freund. Herr Gut-Freund wurde hinaufbefördert oder ist quer eingestiegen. Auf alle Fälle kann er mit allen. Auf alle Fälle mit allen auf seiner Ebene und darüber. Er muss wichtige Entscheidungen treffen und viel Verantwortung tragen, für das was er zu entscheiden hat. Das nimmt ihm wies´ ausschaut keiner ab. Herr Gut-Freund ist eh schon genügend beansprucht damit, die wenigen Gelder zu verwalten und den sozialen Verein „Sozial und Mensch“ vor den Spendenkonkurs und dem Subventionsbankrott zu bewahren. Ganz allein auf weiter Flur, unterwegs in seinem Dienstwagen, haut er sich für seine ökonomiefremden aber netten Personalkostenschlucker ins Zeug, um ihnen budgetbelastende Bleistifte, Flipcharts, Computer, Diensthandys und was die halt sonst noch brauchen, zu kaufen. Damit soll auch Lisa zufrieden sein. Und überhaupt: wer bestimmt denn da überhaupt wann gearbeitet wird und wann nicht?

Damit alles leichter geht, hat sich Herr Gut-Freund mit dem wichtigen Herrn Hauptl der hohen kommunalen Politik darauf geeinigt, dass ihm da noch so ein privatwirtschaftlicher Verein, verkörpert durch Herrn Glatt outsourcend zur Seite steht. Damit in den heutigen Zeiten, wo die Produktivität steigt und alles knapper wird, auch die Verantwortlichkeiten und Aufträge so verteilt sind, dass alles einträglich-nachhaltig und gesellschaftsordentlich organisiert ist – durch Herrn Glatt´s Überbau. Herr Glatt, der hat kapiert was bei „Sozial und Mensch“ und sonst wo so alles falsch läuft. Das hat er auch schon evaluiert. Neue Zeiten sind da. Die brauchen neue Lösungen und zwar fortschrittlich rückschrittliche Neo-Konzepte und nicht rückschrittlich fortschrittliche Alternativkonzepte. Lisa ist somit Dienstleisterin, soll mit ihren unpassenden Ansprüchen Frau …, Frau …, na die Projektleiterin belästigen oder gleich einen Frieden geben.

Auch wenn Herr Gut-Freund ein Problem mit Herrn Glatt hat, weil er ihm seine Entscheidungen wegnimmt und verdreht, tut er gut daran mit ihm zusammenzuarbeiten, da Herr Hauptl, der das Geld hergibt, das so anschafft. Das verlangt die Demokratie von Herrn Hauptl, dennl Herr und Frau Österreicher sind demokratiebewusst und wählen. Sie schauen täglich in die größte kleine Zeitung von Österreich und da haben sie gelesen, wie teuer das alles ist mit den nichtsnutzigen KlientInnen von Lisa und dass Herr Hauptl die KlientInnen von Lisa viel lieber mag als sie. Wenn da der Herr Hauptl falsch investiert, wählen Herr und Frau Österreicher die politischen Gegner und die täten alles noch viel schlimmer machen. Jetzt steht Herr Hauptl da. Herr Gut-Freund und so gutmenschliche Auf-der-Straße-steher, wie Herr und Frau Widerstand, wollen was von ihm. Herr und Frau Österreicher wollen was ganz anderes. Und dann ist da noch das Geld, das sowieso ganz woanders hin will, als zu Herrn Gut-Freund oder Familie Österreicher. Herr Hauptl muss sich direkt zerreißen. Für Lisa bleibt da keine Zeit mehr. „Wer ist die überhaupt?“ Die kennt Herr Hauptl ja gar nicht.

Für Lisa stellt sich die Frage, was das überhaupt alles soll. Was haben all diese Leute mit ihrer Arbeit, ihrem Leben zu tun? Woher nehmen die sich das Recht darüber zu entscheiden? Also entscheidet Lisa selber zu entscheiden.

sternlisa.GIFLISA und ihre LIBERTÄRE INITIATIVE SOZIAL ARBEITENDER gegen die Unfreiheit im Sozial- und sämtlichen Lebensbereichen befindet sich im Aufbau, braucht keine Bosse und steht für Selbstbestimmumg.

Wir sind der Meinung, dass die „ExpertInnen“ schon an der Basis sitzen und fähig sind über ihr Leben bzw. ihre Arbeit selbst zu entscheiden. Gerade da wir die Logik der Dienstwägen und Chefetagen verstehen, sind wir gegen diese Realität der Fremdbestimmung des ArbeitsLEBENS. LISA ist weiters Teil einer sich im Aufbau befindenden anarcho-syndikalistischen Gruppe im Raum Wien.


Eine Antwort zu “LISA und ihr tägliches Einerlei im Sozial(Un)wesen

  1. LIEBE FrauIn und HerrInnen HerInnen und FrauInnen

    genauso wie lisa selbst entscheidet so entscheidet auch HerrIn GrünIn frei darüber und verlangt von der GrünInnen Partei Schadenersatz sollte sie nicht verstanden haben worum es HerrIn GrünIn geht

    HerrIn GrünIn ging es nie um die Roma diskussion sondern nur um ein besseres Verstehen von Feminist und Marxist und allen Gastarbeitern Wiens die die Fehler in ihrer Erziehung – ob bewusst oder unbewusst, das spielt KEINERLEI Rolle weitergegeben haben.

    HerrIn GrünIn wurde auch nie von den Grünen zum Künstler begnadigt um der SPÖ als Wahlkampfhilfe zu dienen.
    Er hatte nur mit den Hauptschülern gesprochen, Hauptschülern die den ganzen Nachmittag sinnlos oder sinnvoll vertreiben..
    und diese Menschen haben jetzt Zukunftsambitionen und wissen das sie die Fehler in ihrer Erziehung nicht weitergeben dürfen bevor es zu spät ist

    angst ist grausam und macht manipulierbar sagte ich – und ich hatte im gegenzug angst vor den POPOULISTISCH GESTOPFTEN Grünen und hatte sie vorübergehend auf Ihre wahren Werte zurückgeführt und mit etwas weniger überheblichen gestopft.

    Sie auf Ihre wahre Linie zurück geführt
    und gleichzeitig das „was war zuerst das problem oder die grünen“ problem aufgezeigt.

    Ich fühlte mich traurig für einen schüler der chronisches bluten hatte und nach der Hauptschule nur vermeintliche neonazis als freunde hatte

    hc strache ist auch nur ein Mensch wie jeder andere er hat es nicht anders von Jörg Haider gelernt
    er ist ein kluger gesellschaftskritischer Mensch (neoliberalismus hin oder her darüber will ich nicht urteilen)

    und FeministenInnen FeministInnen gibt es viele auf dieser welt und es ist irgendwo auch richtig sich einzugestehen das auch diese Fehler in ihrer Erziehung gemacht haben

    Keith Haring war meiner Meinung nach nie wirklich schwul
    Andy Warhol auch nicht
    jörg haider musste es verstecken

    ich wollte ein besseres Fernsehprogramm mit weniger Feminismus, weniger GrünInnen, unabhängigen freien Medien frei vom Staat,

    weniger Feminismus der mann und frau verwirren soll um zu ….
    indem jeder frei aber andere freier sind…
    das roma problem war – leider – nicht meine hauptgrund

    WENIGER GRÜNE HEUCHELEI DENN ICH BIN DAMALS BIS NACH HEILIGENSTADT DEMONSTRIEREN GEGANGEN damals vor 10 jahren
    und mehr sachlichkeit in der Politik
    die von GRÜNINNEN die wenn man sie auf die grüne tasche anspricht und ignoriert wird, mit füssen getreten wird

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