Monatsarchiv: Oktober 2007

Maul auf, SozialhacklerInnen

infoblog.jpgWer bis jetzt der Meinung ist, dass jeder Mensch hier sagen kann was mensch sich halt so denkt, der irrt. Die freie Meinung hört spätestens mit der Arbeit auf. Und auch wir, die gesellschaftskritischen, sozial engagierten ArbeiterInnen, sind davon betroffen.

Einen sozialen Betrieb und dessen Arbeit in der Öffentlichkeit zu präsentieren, das ist momentan Sache der Geschäftsführung oder von PressesprecherInnen, die eben von der Geschäftsführung eingesetzt wurden und deren Interessen vertreten. Den ArbeiterInnen an der Basis ist ein eigenständiges öffentliches Auftreten, im Bezug auf ihre Arbeit meist untersagt. Sehr oft ist das auch durch spezielle Passagen in der Betriebsvereinbarung und/oder im Arbeitsvertrag geregelt. Wenn nun jemand von der Basis dagegen verstößt würde das einen Kündigungsgrund ähnlich der Industriespionage bedeuten. Eine Beschwerde, auch eine öffentliche, über  miese Arbeitsbedingungen stellt jedoch keine Weitergabe von Betriebsgeheimnissen dar und ist entgegen landläufiger Meinungen legitim! Der Betriebsrat oder die Betriebsrätin kann sich, geschützt durch ihre/seine Unkündbarkeit, etwas weiter vorwagen. Ob sie das nun nutzen und falls ja, ob das dann im Sinne der ArbeiterInnen ist ist Glückssache. Der Maulkorb für die einzelnen und die Basis bleibt, so oder so.

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