Monatsarchiv: März 2008

LISA – Audio

a-radiocat.jpg Wer schon immer etwas über die LISA wissen wollte, aber zu faul war sich unsere Texte durchzulesen, für den/die haben wir jetzt einen weiteren Beitrag im Audioformat.
Enstanden ist das Ganze bei einer Radiosendung, die jeden Sonntag im allerfreiesten Radio Wiens zu hören ist 😉
Ihr könnt einen Zusammenschnitt der Sendung hier kostenlos herunterladen:
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oder auch die gesamte Sendung.

Wie gelb* kann eine Gewerkschaft werden?

Neulich in der Arbeit schau ich, böses ahnend, in mein Posteingangsfach. Was ich vorfand war jede Menge Arbeit und ein Flugzettel der Fraktion sozialdemokratischer Gewerkschafter (FSG) der GdG (Gewerkschaft der Gemeindebediensteten). Ist ja der ÖGB an sich schon ein undemokratischer, hierarchischer Moloch, zeichnet sich die FSG der GdG nochmal dadurch aus, als verlängerter Arm der Chefität zu fungieren.

Lisa und Otto NormalarbeiterIn hört ja ansonsten sehr wenig von der FSG. Plötzlich ist es aber deren besonderes Anliegen festzustellen, dass „das Ziel der KIV-UG ist, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MA15 Angst hervorzurufen“. War ich doch etwas verwundert über die Tatsache an sich, amüsierte mich gleichzeitig der Inhalt der Aussendung. Die KIV, so die FSG, würde trotz besseren Wissens bevorstehende Ausgliederungen und Privatisierungen „behaupten“. Und, was am schändlichsten ist, schrecken diese Leute auch nicht davor zurück, Anträge, die „den selben Unsinn beinhalten“ an den Hauptausschuss (gewerkschaftlich-rechtliches Gremium) zu stellen. Das verurteilen die FSGler aufs schärfste, ist da zu lesen und dass es keinen Grund zur Panik und Verunsicherung gäbe, da ja „Die Mitwirkung der FSG ein Garant für Ihre (also die der HacklerInnen in der MA 15) Zufriedenheit mit und am Arbeitsplatz“ sei. Weiterlesen

Von der Pflege von Menschen …

… zur Auflösung der Familie

Seit Monaten sorgt die „Pflegedebatte“ immer wieder für viel Diskussionsstoff in den Medien. Der Haupttenor liegt dabei auf den jeweiligen „Lösungsansätzen“ der beiden Regierungsparteien. Bei allem worüber sich die Regierung in ihrer Scheindiskussion hier streitet, ist sie nicht in der Lage die Problematiken zu beseitigen.

Die Gruppe der pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörige stehen vor dem Problem, dass der Staat deren Versorgung und Betreuung finanziell und personell Mittel unterversorgt und zusätzlich deren Selbsthilfe illegalisiert. Es handelt sich hier um einen Staat der sich in einem Transformationsprozeß befindet. Er beschränkt sich zunehmend auf seine „Kernkompetenz“: Der Sozialstaat muss dem Kontrollstaat weichen. Oder anders: Sozialer Friede wird in Zukunft nicht mehr erkauft, sondern durch den staatlichen Gewaltapparat hergestellt!

Obwohl der Staat im Sozial- und Gesundheitsbereich sehr auf Deregulierung bedacht ist, tritt er in der häuslichen Pflege sehr regulativ auf. Anstatt gewachsene Selbsthilfestrukturen und offizielle Institutionen zu stärken und zu unterstützen, stülpt er ein bürokratisch, juristisches Regelwerk darüber. Ob mensch qualifiziert genug ist jemanden das Essen zu verabreichen, das mensch selbst gekocht hat oder ob mensch die Qualifikation besitzt jemand anderen ein Pflaster aufzukleben, will der Staat bestimmen. Weiterlesen