FÜR FREIHEIT – GEGEN WAHNSINN!

Am Samstag den 12. Juli findet die mittlerweile 12. Regenbogenparade statt. Die Parade findet in Erinnerung an das erste Aufbegehren von Lesben und Schwulen gegen polizeiliche Willkür im Juni 1969 in der New Yorker Christopher Street statt – weshalb in vielen Ländern ähnliche Veranstaltungen auch CSD (Christopher Street Day) genannt werden.

In den vergangenen Tagen und Wochen wurde in unseren Nachbarländern auf ähnlichen Veranstaltungen gefeiert. Viele davon waren schon im Vorfeld mit massiven Anfeindungen seitens Nazigruppen, rechter Recken jeglicher Ausrichtung, sowie Kirchen (allen voran: fundamentalistische KatholikInnen) konfrontiert. Dabei blieb es aber nicht! Zuletzt musste in Budapest ein massives Aufgebot der Polizei die dortige gay parade vor Molotowcocktail – werfenden Nazis schützen. In Brno/Brünn gab es ähnliche Szenen, in Bulgarien ebenso (wie auch an unzähligen anderen Orten)!

Es ist nicht voraussehbar, ob die Aktionen des Nazi-Abschaums andernorts, auch die momentan recht lose organisierte Naziszene in Wien motivieren kann, die örtliche Parade zu stören.

Aber Gefahr droht auch von anderer Seite: Man gebe doch mal den Begriff „Homosexualität“ in der Suchfunktion bei http://www.kath.net/ (Forum der ganz besonders „katholischen KatholikInnen“) ein!

Wo ist das Problem?

Die ArbeiterInnen werden durch unterschiedlichste Unterteilungen gespalten: InländerIn-AusländerIn, Arbeitend-Arbeitslos, Frau-Mann, Schwarz-Weiß, Hetero-Homo etc.

Dadurch, dass uns die Herrschenden, z.B. durch die Medien – welche nur die Meinung der wirtschaftlichen und politischen Eliten vertreten (können/dürfen) – weismachen wollen, dass jedeR seines/ihres Glückes Schmied sei (Homos leben so und Heteros leben so, TürkInnen tun dieses und ÖsterreicherInnen tun jenes, AfrikanerInnen verkaufen Drogen und StudentInnen kaufen selbige… undundund) schaffen sie es, uns ArbeiterInnen zu spalten! Gleichzeitig werden wir mit massivem Sozialabbau, steigenden Preisen bei stagnierenden oder sinkenden Löhnen konfrontiert.

Was ist die Lösung?

Wir AnarchosyndikalistInnen behaupten nicht, dass wir auf jede Frage die passende Antwort haben. Eines wissen wir aber: Jeder Mensch hat Bedürfnisse! Jeder Mensch muss essen, trinken, braucht liebevolle und körperliche Nähe, jeder Mensch hat den Wunsch nach Unterhaltung und einem angenehmen Leben, jeder Mensch will FREIHEIT!

Es macht keinen Unterschied, was jemand isst, was jemand trinkt, welcher Religion sie/er angehört, welche sexuelle Ausrichtung jemand hat, welche Filme/Theaterstücke etc. jemand genießt etc. Denn: Niemand hat das Recht uns zu unterteilen – dafür sind wir viel zu anders, alle gemeinsam.

Du bist Gewerkschaft! Ti si radnički sindikat! You are the Union!

Gegen kapitalistische Verhältnisse, gegen menschenverachtende und arbeiterInnenfeindliche Ideologien, gegen Faschismus und religiösen Fanatismus!

Für eine globale ArbeiterInnenbewegung!

LISA-FAS

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