Monatsarchiv: April 2009

1. Mai – Demo gegen Rassismus

omofumaDer 1. Mai ist nicht nur der Kampftag der ArbeiterInnenklasse, er ist auch der Tag an dem Marcus Omofuma von einem strukturell rassistischen System ermordet wurde. Das geschah vor zehn Jahren. Rassismus teilt, entwürdigt und tötet uns. Struktureller Rassismus – auch in der Sozialen Arbeit – ist nicht hinnehmbar.

alles für alle – Antirassismus ist Klassenkampf

Die LISA-FAS wird sich am 1.Mai an der Kundgebung „Mord verjährt nicht! Omofuma – zehn Jahre danach“ beteiligen und wir hoffen auch auf dein Kommen.


1mai7Freitag 1. Mai 2oo9

Treffpunkt: 14 Uhr, Marcus Omofuma-Stein

U2-Station Museumsquartier / Mariahilferstaße

weitere Infos findest du hier.

.

Advertisements

DEUTSCHLAND: Erster bundesweiter Scheiß-Streik

HIER DER AUFRUF DER INITIATOR_INNEN:

Für das Geld machen wir den Scheiss nicht mehr… weg!!!

Als Beschäftigte im Bereich der ambulanten Pflege und persönlichen Assistenz von Behinderten haben wir genug von ständigen Lohnabsenkungen, Reallohnverlusten und immer katastrophaleren Arbeitsbedingungen. Es reicht!

Gegen die anhaltende Abwertung unserer Arbeit wollen wir ein deutliches Zeichen setzen. Deshalb rufen wir alle in diesem Sektor Beschäftigten dazu auf:
Beteiligt Euch am SCHEISS-STREIK I
>>> Aktionszeitraum 27. April bis 27. Mai 2009 >>>

Wir werden den täglich anfallenden Scheiß nicht mehr einfach still schweigend entsorgen, sondern den Scheißefluss unmittelbar zu all den Akteuren umleiten, die für die zunehmend beschissenen Arbeitsbedingungen in diesem Sektor verantwortlich sind. Aus diesem Grund versenden wir vom 27. April 2009 einen Monat lang mit Scheiße befüllte Kotröhrchen an unterschiedliche private und gemeinnützige Pflegedienstanbieter, an die paritätischen Wohlfahrtsverbände, politischen Entscheidungsträger, Zeitarbeitsfirmen, Vermittler von ausländischen Billigpflegekräften und alle anderen, die als einzigartiges Interessenskartell dafür sorgen, den gesamten Pflegebereich in den Niedriglohnsektor zu drücken.

Mehr Informationen: Jenseits des Helfersyndroms
box_bildsupported by:
Sektion Sozialwesen in der FAU Berlin

Betriebsgruppe ambulante dienste e.V. in der FAU Berlin

www.fau.org

.

Krise, Selbstorganisation, Arbeitskämpfe in der BRD und Spanien

fasfahne fau

Eine Veranstaltung von GenossInnen der FAU-IAA (BRD) und der CNT-IAA (Spanien). Präsentiert von der FAS. Mehr Infos findest du hier.

Wann: 28.4.2009, 18:00 Uhr

Wo: „Weinhaus Sittl“, 16., Lerchenfeldergürtel 61 (U6, Josefstädterstr.)

hier ein Mitschnitt zum Nachhören: Teil 1 (FAU), Teil 2 (CNT)

.

Tausende von ÄrztInnen streiken / Binlerce doktor greve girdi

Hier ein Bericht der Karakok Autonome Turkei-Schweiz:

arztinnenstreikii

Aufgrund der geplanten neuen Labortarife streikten gestern, am 1. April, Tausende von HausärztInnen und schlossen ihre Praxen. HausärztInnen, Medizinische PraxisassistentInnen, MedizinstudentInnen, die VUA (Vereinigung unabhängiger Ärztinnen und Ärzte) und desweiteren die Karakök Autonome tr/ch sowie die Künstlerpartei gingen auf die Strasse, um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen. Gefordert wurde nebst dem Rückzug der geplanten Revision ein Rücktritt von Gesundheitsminister Couchepin. Als weitere Protestaktion weigern sich die ÄrztInnen bis auf weiteres, Todesbescheinigungen auszustellen. Weitere Proteste und Massnahmen sind in Planung, sollte das Bundesamt für Gesunheitswesen nicht auf die Forderungen der ÄrztInnen eingehen.

Neu sollen die Labortarife für Hausarztpraxen gesenkt werden: im Klartext heisst das, dass die Krankenkassen den ÄrztInnen weniger für Laborleistungen zahlen und dass sich viele HausärztInnen dadurch eine eigene Diagnostik (beispielsweise Untersuchungen von Blut, Urin, Krankheitserregern) nicht mehr werden leisten können und die Proben an externe Grosslabors werden schicken müssen. Unter einer fehlenden Sofortdiagnostik leiden aber nicht nur die HausärztInnen, sondern auch die PatientInnen.

Nein zur zunehmenden Privatisierung des Gesunheitswesens  und zur Zweiklassenmedizin!

Nein zu kapitalistisch orientierten Krankenkassen!

Gesundheit ist keine Ware, sondern ein Existenzbedürfnis!

Weiterlesen