Streik bei den kirchlichen Arbeitgebern in Deutschland

diakonie dDie diakonischen Einrichtungen wollen sich im Gesundheits-, Therapie- und Pflegebereich  durch Billiglöhne Wettbewerbsvorteile schaffen. Gleichzeitig verweigern sie den ArbeiterInnen das Grundrecht auf Streik. Trotz Druck und Einschüchterungen streikten mehrere Hundert Diakonieangestellte und gingen auf die Straße. Auch die FAU – Bielefeld ist dabei und hat eine Sonderseite eingerichtet.FAU-Bielefeld

weitere Infos:

LabourNet Germany

Streik TV

ZDF / Frontal 21

2 Antworten zu “Streik bei den kirchlichen Arbeitgebern in Deutschland

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  2. KANN GEWERKSCHAFT SÜNDE SEIN?

    ver.di wird Diakonie erneut bestreiken
    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wird erneut diakonische Einrichtungen bestreiken. Einen entsprechenden Streikaufruf für die Zeit vom 22. bis zum 25. September 2009 haben die Teilnehmer einer ver.di-Aktionskonferenz beschlossen. Bereits im Mai hatten 250 Beschäftigte aus verschiedenen diakonischen Einrichtungen in drei Bundesländern die Arbeit niedergelegt. Die diakonischen Arbeitgeber halten Tarifverträge und Streiks in ihrem Bereich nach eigenem Bekunden für unzulässig, haben bislang aber trotz anderslautender Ankündigungen keinerlei arbeitsrechtliche Sanktionen gegen Streikende eingeleitet.
    „Die Diakonie missbraucht die verfassungsrechtliche Sonderstellung der Kirche, um Vergütungen im Sozial- und Gesundheitswesen unterhalb des Branchenniveaus durchzusetzen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke. […]
    http://presse.verdi.de/pressemitteilungen/showNews?id=0ae005bc-6d4c-11de-7e62-0019b9e321cd (Pressemitteilungen ver.di, 10.07.2009)

    Westarbeit zum Osttarif
    GOTTESLOHN In Hannover sollen verschuldete katholische Seniorenheime vom evangelischen Johannesstift übernommen und dabei die Löhne auf Ostniveau gesenkt werden. Nun ist die Aufregung groß
    Konfessionelle Übernahmen sind in Deutschland eher selten, doch das soll sich ändern. Wenn alles läuft wie geplant, werden im Spätsommer fünf defizitäre Heime plus eine ambulante Pflegestation der Caritas-Seniorendienste-Hannover gGmbH (katholisch) in den Besitz des Berliner Johannesstiftes (evangelisch) übergehen. Betroffen sind 580 Mitarbeiter und 530 Senioren. Die Protagonisten streiten heftig, ob es sich dabei um ein Schurkenstück oder eine ökumenische Romanze in Moll handelt.
    Das Schurkenstück sähe so aus: Das Johannesstift, eine der ältesten diakonischen Einrichtungen in Berlin (Jahresumsatz 120 Millionen Euro), kauft 90 Prozent der Caritas Senioren-Dienste (CSH) und übernimmt Verbindlichkeiten von 8,3 Millionen Euro und den Betrieb der Einrichtungen. Im Gegenzug müssen die Mitarbeiter in Hannover einen neuen Tarifvertrag akzeptieren, der es einem Käufer ermöglicht, die Löhne in Notlagen drastisch zu kürzen. Da die CSH offensichtlich in einer Notlage ist, hat Stiftsvorsteher Martin von Essen gleich eine Hausnummer genannt – 13 Prozent – und hinzugefügt: „Die Zustimmung aller Mitarbeitenden zu den veränderten Vertragsbedingungen ist die Voraussetzung für die Übernahme.“
    Die Belegschaft ruft „Erpressung“, fühlt sich „verramscht“ […]
    http://www.taz.de/regional/nord/hamburg/artikel/?dig=2009/07/13/a0109&cHash=fa78baab1e
    (TAZ, 13.07.2009)

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