NEUSTART – Unterstützungserklärungen gegen Einsparungen

Unter dem Titel „Ausbau statt Abbau!“ hat der Betriebrat gemeinsam mit der GPA-djp eine Kampagne gegen das Kaputtsparen im Verein NEUSTART initiiert. Die Gelder bekommt NEUSTART bisher vom Justizministerium (BMJ). Nachdem 2008 das „Haftentlassungspaket“ beschlossen wurde hat sich die Zahl der betreuten BWH-Fälle bisher um 24 % von 8.000 auf über 9.900 erhöht, mit weiterhin steigender Tendenz. Gleichzeitig mussten die Beschäftigungsausmaße der hauptamtlichen BewährungshelferInnen von 209 auf 188 reduziert werden. Weitere Einschränkungen sind geplant.

Derzeit muss jede/r BewährungshelferIn schon um 33% mehr Klienten betreuen als Anfang 2008 und diese Relation verschlechtert sich laufend durch steigende Fallzahlen bei gleichzeitiger Reduktion des Personalstandes.

Trotz steigender KlientInnenzahlen hat das Justizministerium die Geldmittel gekürzt was eine zehnprozentige Reduktion des Personals bei NEUSTART zur Folge hatte. Seit Anfang 2000 wurden bis dato schon 100 Vollzeitstellen abgebaut. Weitere erhebliche Kürzungen hat das BMJ für 2011 schon in Aussicht gestellt.

Weitere Kürzungen für 2011 drohen auch deshalb, da innerhalb des BMJ Mittel vom „Sachaufwand“ in den Personalaufwand umgeschichtet werden und NEUSTART als ausgelagerter, privatisierter Bereich formal als Sachaufwand gilt, obwohl bei NEUSTART ein Großteil der Kosten natürlich Personalkosten sind.

NEUSTART stellt dem BMJ österreichweit sozialkonstruktive Maßnahmen als Alternativen zur Haft zur Verfügung: Tatausgleich (Konfliktregelung und Schadenswiedergutmachung), Gemeinnützige Arbeit (Dienst für die Allgemeinheit), Begleitung der Entlassung aus der Haft und den großen Bereich der Bewährungshilfearbeit (BWH). Jährlich werden rund 45.000 Menschen (Opfer und Täter) von NEUSTART betreut.

Trotz nachweislich erfolgreicher Arbeit, laufender Verbesserungen und Angebotserweiterungen besteht die Gefahr, dass NEUSTART in der bisherigen Form nicht mehr bestehen wird, mit all seinen negativen Konsequenzen.

Quelle: GPA-djp

Weitere Infos findest du hier

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Eine Antwort zu “NEUSTART – Unterstützungserklärungen gegen Einsparungen

  1. Mit der Protestkundgebung wurde ein „Anpfiff“ getan. Weitere Proteste werden, ja müssen folgen, sollen die massiv drohenden Einsparungsmaßnahmen im Sozialbereich verhindert werden. Und: es braucht die Sozialmilliarde: als nachhaltige Konjunkturmaßnahme um Jobs im Sozial-, Gesundheits- und Pflegebereich zu schaffen, um die soziale Infrastruktur auszubauen und damit den sozialen Wohlstand zu erhöhen und um die herrschenden Bedingungen für ArbeitnehmerInnen wie KlientInnen deutlich zu verbessern.

    http://belvederegasse.wordpress.com/2010/06/10/neustartbewahrungshilfe-protestkundgebung-%E2%80%9Eanpfiff-schon-heute/

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