Machtkampf beim Wr. Hilfswerk

Wenn die Basis was tun will, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt dafür.

Geschäftsfühererin abgesägt – „Schauprozess“ beim Wiener Hilfswerk, so titelte derStandard am 9.9.2010 in seiner Onlineausgabe.  In einer spontan eiberufenen Vorstandssitzung wurde die bisherige Geschäftsfühererin, U. Weber-Hejtmanek, (anscheinend ohne Anhörung ihrer Person) auf Initiative der Hilfswerk-Präsidentin, ÖVP-Gemeinderätin und ÖVP-Behindertensprecherin, K. Praniess-Kastner, abgesetzt. Als Grund wird ein „Vertrauensverlust zwischen der Präsidentin und der Geschäftsführerin“ genannt. Was sich wirklich alles abgespielt hat kann jedoch nur vermutet werden.

Da diese Vorgehensweise nun doch nicht allen ÖVPlerInnen gefällt – vielleicht fürchten sie vor den Wahlen um ihre „christlich-soziale“ Marke – melden sich nun jede Menge StadträtInnen, EhrenpräsidentInnen, Hilfswerk-BundespräsidentInnen, GesundheitssprecherInnen, Nationalratsabgeortnete und sonstige ho-honorige FunkrionärInnen zu Wort. Auch die Gesundheitsstadträtin (SPÖ im Wahlkampf) zeigt sich sogleich besorgt.

Wer wieder mal nicht zu hören ist, ist die Basis. Eben die Leute, die neben den KlientInnen und PatientInnen, am meisten betroffen sind und wohl am besten wissen, wo der Wurm drin ist. Es wäre ratsam die momentane Schwäche der Chefs (Machtkämpfe, Wahlenöffentliches Interesse) zu nutzen und öffentlich Druck für die Interessen und Bedürfnisse der Betroffenen zu erzeugen. Wir sind gerne dazu bereit euch dabei zu unterstützen.

Das Wiener Hilfswerk ist eine wichtige und im Sozial- und Gesundheitsbereich auch mächtige Organisation: 1500 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter[Innen], davon allein 800 in der Hauskrankenpflege tätig, zehntausende Klient[Inn]en, 28 Millionen Umsatz. (Info: derStandard.at)


4 Antworten zu “Machtkampf beim Wr. Hilfswerk

  1. Sozialvereinsdilemma

    die sozialvereine leben von öffentlichem geld, also bestimmen bei großen immer die politiker, wer welchen posten erhält. so ist das nunmal.

    • Ja, ja ich weiß schon, wir werden für´s unterwürfige Arbeiten und nicht für´s selbständige Denken bezahlt. Ist ja egal, ob das was von oben kommt ein Scheiß ist oder nicht. Wir sind zwar näher an der Materie, aber was soll´s. Wir haben eben nicht die Kohle. Wir werden auch weiterhin kaum Kohle haben, weil bestimmen tun eben die PolitikerInnen.
      So ist das nunmal, oder?

    • „Wenn der Herrgott net wü, nützt des gor nix“…

      Wo wären wir heute, hätten die Menschen zu allen Zeiten so gedacht?

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