Sprengstoffanschlag auf AsylwerberInnenheim – Antirassismus ist gefordert

Das Straßenbild wird immer mehr von Ausländern geprägt. Dazu kommt: Gewalt und Verbrecher, verübt durch Ausländer, nehmen alarmierend zu. Bereits heute sind über 34 Prozent aller Gefängnisinsassen in den steirischen Gefängnissen Ausländer! Noch bedrohlicher steigt die Zahl der Muslime in unserem Land: Lebten 1990 „erst“ 944 Muslime in der Steiermark, waren es im Jahr 2000 bereits 19.007. Eine explosionsartige Vermehrung der Muslime von 1913.45 Prozent. Tendenz weiter steigend!“ Quelle: http://www.stmk-wahl.at/heimat_startseite.php

In der Nacht des 11. September detonierte ein Sprengkörper vor einem Asylwohnheim in Graz. In dem Haus der Caritas sind 36 Menschen (Männer, Frauen, Kinder) untergebracht, die von KollegInnen eines multiprofessionellen Teams betreut werden. Ein 49jähriger Mann wurde verletzt als er nach dem Rechten schauen wollte. Traumatisierungen und Retraumatisierungen der dort wohnenden und arbeitenden Menschen sind wohl ein weiterer Effekt.

Im Zuge der Wirtschaftskrise heißt’s „den Gürtel enger schnallen“. Dabei ist es wohl kein Zufall, dass nach bekannt idiotischem, aber fabelhaft funktionieredem Muster Sündenböcke präsentiert werden und das „soziale Problem“ von der Klassenfrage (welche in Österreich ohnehin ein Randthema zu sein scheint) zur „Integrations- oder Ausländerfrage“ umformuliert wird. Die „politische Mitte“ rückt aus Perspektivlosigkeit und Angst vor den Rechten immer weiter nach rechts, sofern ihre Akteure nicht ohnehin von einer Neiddiskussion profitieren. Die so genannte Unterschicht rückt nämlich ins Zentrum der Debatten. Die derzeitige Verteilung der „ohnehin knappen gesellschaftlichen Ressourcen“ wird in Frage gestellt. Da soziale Probleme ethnisiert und dadurch vollkommen der ökonomischen Verhältnisse entrückt werden, gewinnen in dieser Diskussion, angespornt von Hass und Hetze, Lügen und Propaganda immer die Radikalen Spinner. Auf Basis dieser Nebelgranaten zu diskutieren macht wenig Sinn.

Das alles ist nicht neu. Dass nämlich plötzlich wieder längst widerlegte und absolut irrationale tumbe Thesen aus dem vorigen Jahrhundert diskutiert werden sollen, kommt nicht von ungefähr. Es ist augenscheinlich, dass einer neuen Phase der Konsolidierung des Kapitals die so entstehende Spaltung, namentlich der „Mittel- und Unterschicht“, zugute kommt. Denn so wird Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen kanalisiert und umgeleitet und wird so zur einer Kritik an bestimmten Personengruppen. Und zwar an Personengruppen die am ganz anderen Ende der Vermögensscala, als die für die Krise Verantwortlichen, sitzen! Somit ist Rassismus – ob institutionell oder offen – eine Gefahr für die gesamte Gesellschaft da er uns die Sicht auf das Wesentliche versperrt! Dass Rassismus in allen seinen Ausprägungen feige, niederträchtig und unvernünftig ist, muss wohl nicht extra betont werden. Machen wir Schluss damit! Stellen wir uns den Hetzer,n Brandstiftern und gemeinen Verbrechern, die sich selbst als die „Anständigen“ bezeichnen, entgegen! Wir haben nur eine Welt und nur ein Leben. Richten wir unsere Energie auf die Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse, damit kein Mensch mehr staatlicher, hetzerischer und mörderischer Verfolgung ausgesetzt ist und alle in Frieden, Freiheit und Wohlstand leben können!

Werde aktiv!

Es geht nicht an, dass Sozial Arbeitende und deren KlientInnen derartigen Gefahren ausgesetzt sind. Es ist schon schlimm genug, sich mit den strukturellen Rassismen der jeweiligen InnenministerInnen herumzuschlagen. Nun hat die Hetzte gegen Menschen aus anderen Ländern schon soweit gefruchtet, dass Asylheime mit Sprengstoffanschlägen zu rechnen haben. Für uns Sozial Arbeitende ist es höchste Zeit, antirassistische Strategien zu entwickeln und offen gegen diese Menschenhatz aufzutreten. Sprecht miteinander und haltet zusammen.

Quelle zum Anschlag: http://steiermark.orf.at/stories/469008/

Hetzschrift der FPÖ: http://at.indymedia.org/files/attachments/18930/flugblatt_puntigam_asylantenheim1.pdf

Struktureller Rassismus (das Neueste): http://at.indymedia.org/node/18927

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